DAH veröffentlich Empfehlungen zur Vergabe von Konsumutensilien

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Spritzenvergabe ein effektives Instrument der HIV-Prävention ist.  Angesichts der vielfach höheren Verbreitung und der leichteren Übertragbarkeit von Hepatitis-C-Infektionen – etwa durch die Wiederverwendung und
gemeinsame Nutzung von Konsumutensilien wie z. B. Wasser, Filter, Löffeln, aber auch Crackpfeifen und Sniffröhrchen – kommt der qualifizierten Konsumutensilienvergabe als Erweiterung der bisher üblichen Spritzen- und Nadeltauschprogramme eine größere
Bedeutung zu.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/Aids (UNAIDS) haben eine evidenzbasierte Public-Health-Strategie für
Menschen entwickelt, die Drogen injizieren. Dazu gehört ein umfassendes Paket von Maßnahmen, die in einem 2009 veröffentlichten und 2012 überarbeiteten technischen Leitfaden beschrieben werden.

Die Empfehlungen für die Vergabe von Drogenkonsumutensilien, sind Teil eines Handlungskonzepts der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) zur Umsetzung der Empfehlungen der DRUCK-Studie und der nationalen Strategie BIS 2030 des Bundesministeriums für Gesundheit.